Seit 1987 "lebt" Wolfgang Schwaiger sein Galeriecafé Shakespeare, durch und durch. Dadurch entstand ein für diese Stadt ungewöhnlicher Subkulturort, der als notwendiger Stachel im welken Fleisch Salzburg belebt.
Grundsätzlich sind alle nicht opportunen Salzburger Künstler unserer Generation diesem Ort entsprungen. All jene, die sich nicht im Getriebe des Mozartkugellagers* zerreiben lassen wollen.
Danke, Wolfgang!
Im September zeigt Schwaiger im Shakespeare jene meiner extrem groben Bilder aus den 90er Jahren, die ihm selbst gehören. Ich darf aktuelle Arbeiten dazu hängen und somit haben wir eine Vernissage zu vermelden:
Einladung zur Vernissage
GERALD HERRMANN
35 Jahre im Shakespeare, alte und neue Arbeiten
Samstag 20. September, 16 Uhr bis 22 Uhr
Galeriecafé Shakespeare am Mirabellplatz, Hubert Sattler Gasse 3
Ausstellung ab 11. September
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*Mozartkugellager (ironischer Begriff)
Bezeichnung für das kulturelle und gesellschaftliche Räderwerk Salzburgs, in dem Kunst, Kommerz, katholische Riten und gesellschaftliche Zirkel ineinandergreifen wie Kugeln in einem Lager.
Der Ausdruck spielt auf die berühmte „Mozartkugel” als touristisches Symbol an und deutet zugleich auf ein perfekt geöltes, aber schwer zugängliches System hin, das den äußeren Glanz der Stadt trägt und zugleich ihre Schattenseiten sichtbar macht.
G.H.